Was muss ich zum Thema Hauskauf und Baufinanzierung wissen?

Was muss ich zum Thema Hauskauf und Baufinanzierung wissen?


Sie sind auf der Suche nach einem Haus oder einer Eigentumswohnung für sich und Ihre Familie? Oder planen Sie den Bau oder die Sanierung der eigenen vier Wände? Früher oder später stellt sich die Frage nach der richtigen Finanzierung.

Unser Team der Wohnraumförderung hat zusammengetragen, was Sie zum Thema Immobilienfinanzierung wissen sollten. Hier erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe, damit Sie bei der Planung immer den Überblick behalten:


Was ist ein Förderdarlehen?

Förderdarlehen werden von der öffentlichen Hand bereitgestellt. Sie werden von Förderbanken ausgereicht, wie z.B. der Thüringer Aufbaubank oder der KfW. Diese Institute können sich am Kapitalmarkt sehr günstig refinanzieren. Deshalb sind auch die Zinsen für Förderkredite meist günstiger. Dafür gelten besondere Förderbedingungen, z.B. darf das Haushaltseinkommen bestimmte Grenzen nicht überschreiten.

Das Thüringer Familienbaudarlehen als Förderdarlehen ergänzt die klassische Finanzierung der Hausbank um bis zu 50.000 Euro. Es handelt sich um ein sogenanntes Nachrangdarlehen.


Was bedeutet Nachrangdarlehen?

Bei Nachrangdarlehen tritt die Darlehensgeberin im Rang hinter die Forderungen aller anderen Fremdkapitalgeber zurück. Sprich: Sie wird als letztes ausgezahlt, wenn es zu einem Ausfall des Kredits kommt. In der Regel sind damit höhere Zinsen verbunden. Die Thüringer Aufbaubank kann als Förderbank zinsgünstige Nachrangdarlehen vergeben, weil der Freistaat Thüringen das Risiko absichert.


Wie viel Eigenkapital sollte man beim Immobilienkredit haben?

Eine Faustregel besagt, dass Sie bei der Eigenheimfinanzierung mindestens die Kaufnebenkosten aus Ihrem Eigenkapital stemmen sollten. Das sind ca. 15 Prozent des Kaufpreises. Kaufnebenkosten beinhalten z.B. Maklerinnengebühren, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer. Je mehr Eigenkapital sie einbringen können, umso günstiger wird die Finanzierung für Sie. Das liegt daran, dass das Risiko für die Bank sinkt. Hausbanken fordern in der Regel 20 bis 30 Prozent Eigenkapital.


Was zählt als Eigenkapital?

Zum Eigenkapital gehören zum Beispiel:

  • Ersparnisse und Barvermögen
  • angespartes Guthaben auf einem Bausparkonto
  • Aktien, Wertpapiere
  • Immobilien, bezahltes Baugrundstück

Was bedeutet effektiver Jahreszins?

Der effektive Jahreszins zeigt, die hoch die Gesamtbelastung durch das Darlehen pro Jahr ist (in Prozent). Im effektiven Jahreszins sind alle Kosten enthalten, die rund um das Darlehen anfallen. Dazu gehören z.B. die Kosten für die Grundschuldbestellung oder Bearbeitungsgebühren. Deshalb unterscheiden sich der Sollzins und der effektive Jahreszins in ihrer Höhe.


Was bedeutet Sollzins?

Das ist der vertraglich vereinbarte Zins, z.B. für die Gewährung eines Darlehens. Dieser kann als Festzinssatz oder variabler Zinssatz festgelegt sein.


Was bedeutet Zinsfestschreibung?

Man spricht auch von Zinsbindung oder Sollzinsbindung. Gemeint ist der Zeitraum, in dem der vereinbarte Zinssatz gilt. Beim Thüringer Familienbaudarlehen sind es zum Beispiel 5 Jahre oder 10 Jahre.


Was ist der Tilgungssatz?

Der Tilgungssatz ist der Anteil am gesamten Kreditbetrag, der in regelmäßigen Raten abbezahlt wird (in Prozent). Die monatliche Rate setzt sich aus dem Tilgungssatz und dem Zinssatz zusammen.

In der Regel ist die Finanzierung so aufgestellt, dass die monatliche Rate über die Laufzeit gleich bleibt. Durch die Tilgung sinkt aber der Zinsanteil konstant. Mit der Zeit nimmt also der Tilgungsbetrag zu. Das liegt daran, dass sich der Zins immer auf den ausstehenden Darlehensbetrag (auch: Restschuld) bezieht. Dieser Betrag wird durch die Tilgung kontinuierlich kleiner.


Wie hoch sollte der Tilgungssatz sein?

Das ergibt sich aus der geplanten Laufzeit und der gewünschten monatlichen Rate. Sprich: Wann soll die Baufinanzierung abgeschlossen sein und wie viel kann ich monatlich für die Rate aufwenden? Gerade in Niedrigzinsphasen sollte der Tilgungssatz eher höher angesetzt werden. Die Restschuld, also der verbleibende Darlehensbetrag, kann aber auch durch Sondertilgungen verringert werden. Ob und wann Sondertilgungen möglich sind, regelt der Kreditvertrag mit der finanzierenden Bank.

Bei den Darlehen zur Eigenheimfinanzierung der Thüringer Aufbaubank ist der Tilgungssatz festgelegt und beträgt 3,0 Prozent jährlich.


Beratung zur Eigenheimfinanzierung

Unser Team der Wohnraumförderung steht Ihnen gern zur Verfügung und berät Sie umfassend:

Telefon: 0361 – 7447 123

E-Mail: wohnen@aufbaubank.de



Passgenau – diese Förderprogramme passen dazu