Medieneinladung: Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio über Politische Transformation des Marktes

Auch in diesem Jahr gibt es überzeugende Gründe, sich mit dem Schaffen von Wilhelm Röpke und der Aktualität seiner Ideen zu beschäftigen und wir laden Vertreter*innen der Thüringer Medien dazu ein:

6. Februar 2020, 17 Uhr

in der Thüringer Aufbaubank zum Thema

"Politische Transformation des Marktes: Zum Strukturwandel der Beziehung von Politik und Wirtschaft"

Der große Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft, dessen Todestag sich am 12. Februar zum 54. Mal jährt, ist auch dieses Mal Anlass genug, sich der engen Verflechtung des Politischen und Sozialen mit dem Ökonomischen zu widmen. Für den diesjährigen Vortrag ist es dem Wilhelm-Röpke-Institut e.V. gelungen, mit dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio einen ausgewiesenen Kenner der Materie für die Vorlesung zu gewinnen.

Die Reihe der Erfurter Wilhelm-Röpke-Vorlesungen wird seit 2007 gemeinsam vom Wilhelm-Röpke-Institut e.V. und der Thüringer Aufbaubank ausgerichtet. Die Vorlesung ist öffentlich und kostenfrei. Aufgrund einer begrenzten Platzkapazität ist eine Anmeldung unter veranstaltung@aufbaubank.de notwendig.

Hintergrund:

Wilhelm Röpke (1899-1966) ist einer der wichtigsten Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft. 1933 aus Deutschland geflüchtet, zunächst nach Istanbul und 1937 ins Genfer Exil, enthält sein Werk und seine rege publizistische Tätigkeit entscheidende Impulse für die Nachkriegsordnung von Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik. Nach 1945 zählt er zu den wichtigsten Beratern und Wegbereitern Ludwig Erhards bei der Umsetzung des Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft, sowohl als Theoretiker als auch als europaweit geachteter Intellektueller. Röpke ist außerdem zeitweise Berater Konrad Adenauers und nimmt bedeutsamen Anteil am Prozess der Europäischen Integration, bei der ihm das Schweizer Modell einer dezentralen Wirtschaft, Gesellschaft und Staatlichkeit als Ideal vorschwebt.

Das Wilhelm-Röpke-Institut e.V. wurde 2007 in Erfurt gegründet und hat mittlerweile etwa 70 Mitglieder aus 14 Ländern. Es widmet sich der Aufarbeitung des reichhaltigen Erbes des deutschen Ordoliberalismus und der Sozialen Marktwirtschaft, dabei besonders dem Werk und dem Nachlass Röpkes. Außerdem hat es zum Ziel, mit jährlichen Konferenzen sowie Seminaren für Nachwuchswissenschaftler die Anschlussfähigkeit der ordoliberalen Theorien an aktuelle Forschungsströmungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Sinne einer „Neuen Ordnungsökonomik“ zu verstärken. Das Institut ist Mitglied der Jenaer Allianz zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft und veranstaltet regelmäßig auch Tagungen gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft und dem Freiburger Walter Eucken Institut. www.roepke-institut.org