Entdeckung einer Kellermikwe sorgt in Schmalkalden für Furore

Kellermikwe in Schmalkalden
Zufällige Entdeckung einer Kellermikwe aus der frühen Neuzeit sorgt in Schmalkalden für Furore.

Kellermikwe in Schmalkalden Für Stefan Barwinek, Geschäftsführer der Wohnungsbau GmbH der Stadt Schmalkalden, war sofort klar, dass die zufällig im Oktober 2015 bei Rettungsgrabungen entdeckte Kellermikwe freigelegt und mit einem speziell gestalteten Präsentationsraum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden müsse.
Ursprünglich waren an dem Platz, an dem die Mikwe gefunden wurde, Stellplätze für die gerade im Bau befindlichen Wohnungen des „LutherLofts“ geplant. Jetzt ist der ohnehin schon geschichtsträchtige und besondere Gebäudekomplex um eine weitere Attraktion reicher. Denn auch ohne den archäologisch wertvollen Fund hat das Bauprojekt der Wohnungsbau GmbH viel zu bieten. Mitten im Herzen von Schmalkalden entstehen aus einem Druckereigebäude aus den 20ern, einem Neubau und einem Fachwerkhaus elf großzügig geschnittene, helle Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, großen Terrassen und zum Teil begrüntem Flachdach. Und das, freut sich Herr Barwinek besonders, zu einem extrem moderaten Mietpreis.


Kellermikwe Schmalkalden - Stefan Barwinek Grund und Boden geben manchmal Überraschendes preis. Die zufällig entdeckte Kellermikwe am Fuß der Wilhelmsburg dokumentiert jüdisches Leben in Schmalkalden in der frühen Neuzeit. Das jüdische Ritualbad diente den Gläubigen zur spirituellen Reinigung und kann nach Fertigstellung aller Sanierungs- und Restaurationsarbeiten im Rahmen von
speziellen Stadtführungen besichtigt werden.
Die Menschen zu überzeugen, ihren wertvollen Besitz zu erhalten und – wenn möglich – für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sei nicht immer einfach. In Schmalkalden konnte eine Lösung gefunden werden. Auf der anderen Seite verlangt es aber auch dem Investor neben Umplanungen zusätzlich einiges an Kosten ab.

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